Geschichte

Die Region der Szeroka-Straße stellt den Überrest von Stadtplanungssystemen, die noch vor der Lokalisation von Kazimierz entstanden sind. Im Jahre 1340 ist das Dorf Bawół den Stadtkreis von Kazimierz angeschlossen, der 5 Jahre früher lokalisiert wurde. Das grundsätzliche Zentrumnetz dieser alten Ansiedlung wurde auch innerhalb der Szeroka-Straße aufrechterhalten und bleibt immer noch deutlich. Die Anfänge des Mietshauses fallen auf die Hälfte des 15 Jahrhunderts. Auf einem modularen Grundstück sind damals zwei unabhängige, Häuser mit einem Säulenjoch errichtet. Innerhalb von weiteren Jahrzehnten wurden die Objekte umgewandelt und allmählich ausgebaut. Im 16. Jahrhundert sind hintere Landstraßen beim Nord- und Südhaus entstanden, außerdem wurden die beiden Gebäude durch den Aufbau eines Stockes erhöht. Im nächsten Jahrhundert wurde das zweite Geschoss hinzugegeben. Über dem Südhaus blieb immer noch die Mauer-Holz-Konstruktion erhalten. Zur richtigen Zusammenlegung ist auf der Wende des 18. und 19. Jahrhunderts gekommen, dann wurde zwei bisher getrennte Fassaden vereinheitlicht und über dem Südteil des Mietshauses wurde ein vollständig gemauertes zweites Geschosses gebildet. Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde ein neues, zweistöckiges Hinterhaus auf Kosten des erheblichen Abbruchs des früheren errichtet. Seit Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Ausbruch des 2. Krieges hat das Gebäude die Rolle eines typischen Mietshauses ausgeübt. Im 20. Jahrhundert wurde es vollkommen vernachlässigt und ist teilweise verkommen.

Infolge der durchgeführten Arbeiten sind die historisch und künstlich außerordentlich wertvollen Elemente der ehemaligen Inneneinrichtung enthüllt. Im repräsentativen Raum des Stirnjoches des ehemaligen Nordmietshauses sind im ersten Stock Polychromie-Fragmente erhalten geblieben, die für die 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts datiert sind und mit der Wawel-Werkstatt im engen Zusammenhang stehen. An der Westwand wurde eine polychromierte Zwischenfenster-Halbsäule entdeckt und an der Südwand ein Kragstein mit einem bildhauerischen Pflanzenornament enthüllt, der die Sturzbogen über den Arkadennischen unterstützt.

Im Raum des Stirnjoches des ehemaligen Südmietshauses sind im ersten Stock auf den Deckenbalken selt auftretende Reste einer ehemaligen Wandverzierung – eines Zierbezugs erhalten geblieben. Sie wurden aus Büttenpapier unter Anwendung aus Holzschnittklotzen ausgeführt. Beide diesen Räume stellen einen Teil eines repräsentativen Apartments dar.

Zu den außergewöhnlichen Entdeckungen gehört auch die Enthüllung eines Zwischenfensterpfeilers an der östlichen, damals Fassadenwand des Mietshauses im zweiten Stock. Ein Pflanzenmotiv des Reliefs an der Vorderseite und an den Seiten der Säulenschaft besitzt eine Verzierung, die künstlerisch auch dieser ähnelt, die in der Sigismund-Kapelle im Wawel zu treffen ist.

Die enthüllten historischen Elemente wurden einem langen Wartungsprozess unterzogen und in Anlehnung an die erhalten gebliebenen Fragmente und Analogien ergänzt oder rekonstruiert. Einem ähnlichen Prozess nach der Etappe von notwendigen Konstruktionsarbeiten wurden auch die Substanz von Steinmauern, Ziegelwänden und Kellergewölben unterzogen.

Im Mietshaus, die zurzeit die Rolle eines eleganten Hotelobjektes ausübt, wurden die Hotelräume im Anschluss an die Zeiten ihrer Pracht im 16. und 17. Jahrhundert sorgfältig umgebaut. Das wurde unter voller Beachtung von historischen Elementen der architektonischen Einrichtung und Verzierungen gemacht, indem die erhalten gebliebenen Relikte geschützt und ausgestellt wurden.

 ZUSTAND DES OBJEKTES VOR RENOVIERUNG

AKTUELLER ZUSTAND UND DIE WÄHREND DER RENOVIERUNG ENTDECKTEN AUSSERORDENTLICH WERTVOLLEN HISTORISCHEN ELEMENTE

 

Rezerwacja/Booking/Buchung